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Grauer Star > Diagnostik

Untersuchung bei grauem Star

Bei der Operation des grauen Stars wird in das Auge eine Kunstlinse eingesetzt.

Welche Untersuchungen werden vor einer Staroperation durchgeführt?

Vor einer Staroperation müssen die Augen vollständig untersucht werden. Dazu gehört die Bestimmung Ihrer Brillenstärke, die Messung Ihrer Sehschärfe mit und ohne Brille, die Messung des Augeninnendruckes, die Messung der Hornhautkrümmung, die Messung des Achsenlänge des Auges, die Berechnung der Kunstlinse, um die für Sie geeignetste Linse zu bestimmen, die mikroskopische Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitte.

Unter Umständen kann ein Teil dieser Untersuchungen bereits bei Ihrem eigenen Augenarzt erfolgt sein.

Zur Vermessung des Auges stehen zwei Messverfahren zur Verfügung:

  • die Echovermessung mit Ultraschallund als die noch genauere Methode
  • die optische Vermessung.

Die Ultraschallvermessung ist Bestandteil der von der gesetzlichen Krankenkasse erstatteten Operationsleistung, die genauere Methode der optischen Vermessung jedoch nicht.

Im Augenzentrum Nymphenburger Höfe in München führen wir die optische Vermessung mit dem IOL-Master von Zeiss durch.

Wir empfehlen unseren Patienten aufgrund der größeren Genauigkeit immer, die optische Vermessung durchführen zu lassen. Sie muss jedoch bei Kassenpatienten als private Zusatzleistung in Rechnung gestellt werden.

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Müssen Kontaktlinsenträger eine Tragepause einhalten?

Ja! Kontaktlinsen können die Form der Hornhaut verändern, da Kontaktlinsen direkt auf der Hornhaut ruhen. Wegen dieser Formänderung der Hornhaut kann die Messgenauigkeit zur Berechnung der Kunstlinse beeinträchtigt werden.

Wird eine Tragepause eingelegt, kehrt die Hornhaut in ihre natürliche Form zurück. Harte, inkl. gasdurchlässige Kontaktlinsen sollten mindestens 3 Wochen vor den Vermessungen nicht mehr eingesetzt werden. Bei harten Kontaktlinsen kann Ihre Sehschärfe während der Tragepause wegen der noch instabilen Form der Hornhaut schwanken. Die Vermessungen sollten erst durchgeführt werden, wenn diese Schwankungen nicht mehr auftreten – auch, wenn dies länger als 3 Wochen dauert.

Wie genau sind die Messverfahren zur Berechnung der Kunstlinse?

Bei den meisten Menschen ist die Berechnung der Stärke einer Kunstlinse sehr genau möglich. Trotzdem kann es sein, dass das Ergebnis nach der Operation nicht dem gewünschten Wert entspricht. Während der Heilungsphase nach der Operation kann die Kunstlinse ihre Lage innerhalb des Auges leicht verändern und sich minimal auf der Sehachse des Auges nach vorne oder nach hinten bewegen. Das Ausmaß dieser Verlagerungen ist nicht bei jedem Menschen gleich, weshalb die tatsächliche Brechkraft des Auges nach der Operation anders sein kann als die angestrebte.

Nach einer Staroperation kann es immer noch möglich sein, dass für ein optimales Sehen in der Nähe oder in der Ferne oder bei höherer Stabsichtigkeit eine Brille benötigt wird.

Sollte die Abweichung vom gewünschten Wert jedoch erheblich sein, kann der Austausch der Kunstlinse in Betracht gezogen werden oder eine Nachkorrektur mit dem Laser oder mit Zusatzlinsen, die ebenfalls in das Auge eingesetzt werden.

Besonders stark weit- oder stark kurzsichtige Menschen haben das größte Risiko, dass der erzielte Wert von dem berechneten Wert abweicht.

Auch bei Menschen, bei denen eine LASIK oder andere refraktive Verfahren durchgeführt worden waren, ist die Vermessung und Berechnung der Kunstlinse sehr schwierig.

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Prof. Heidenkummer bei der OCT-Messung
Hornhauttopographie: zur Vermessung der Hornhaut Vorderfläche
IOL-Master: Berührungsfreie Laservermessung des Auges

IOL-Master

Um die optimale Kunstlinse zu bestimmen, ist es wichtig vor der Katarakt-Operation das Auge des Patienten genau zu vermessen. Ziel dieser Voruntersuchung ist es, nach der Operation ein bestmögliches Sehvermögen zu erzielen.

Üblicherweise steht für die Ausmessung das Ultraschallverfahren zur Verfügung. Diese herkömmliche Methode misst lediglich die Augapfellänge.
Der weltweit anerkannte IOL Master ermöglicht eine schmerzlose und berührungsfreie Laservermessung. Mit dieser optischen Biometrie wird nicht nur die Augapfellänge, sondern gleichzeitig auch der Hornhautradius und die Vorderkammertiefe erfasst. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit ein bestmögliches Operationsergebnis zu erzielen.

Hornhauttopografie

Der Keratograf ist ein Instrument zur Erfassung und Auswertung der Topographie der Hornhaut. Eine Placido-Scheibe (Ringsystem mit konzentrisch abwechselnd schwarzen und weißen Ringen) wird dabei auf die Hornhautvorderfläche projiziert, die ringförmigen Reflexbilder werden mit einer Videokamera aufgenommen und durch ein Computersystem mit einer Fourier-Analyse ausgewertet.

Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zur Ophthalmometermessung liegt in der Anzahl der Messpunkte. Bei einer Ophthalmometermessung werden nur wenige Messpunkte erfasst (zwei zentrale, vier periphere). Bei den Keratografen werden je nach Gerät 10.000 bis 30.000 Messpunkte erfasst, das Ergebnis ist ein detailreiches Profil der Hornhaut. Unterschiedliche Darstellungsformen können ausgewählt werden. Die Hornhauttopographie lässt sich numerisch, farbcodiert oder auch als dreidimensionales Flächengebirge darstellen.

Ursprünglich wurde der Keratograf für die Hornhautchirurgie entwickelt. Mittlerweile findet er auch als Voruntersuchung im Rahmen einer Katarakt-Operation oder vor einem LASIK Eingriff sowie in der Kontaktlinsenanpassung weite Verbreitung.

OPTISCHE KOHÄRENZTOMOGRAFIE (OCT)

Das OCT ist weltweiter Standard bei der  Diagnostik von Erkrankungen der Netzhaut, insbesondere der Makula und von Erkrankungen des Sehnerven, z.B. bei grünem Star.

Es ist zum  weltweit wichtigsten Instrument in der Diagnostik von Makulaerkrankungen  geworden und stellt deshalb das wesentliche Untersuchungsverfahren für die Beurteilung einer AMD,  eines Makulaödems, eines Makulaloches oder eines sog. macular puckers dar.

  • Das Prinzip beruht darauf, den Reflex eines in das Auge gesendeten Lichtstrahls zu messen und durch digitale Technik zu einem für uns sichtbaren Bild umzurechnen. Die Auflösung beträgt 10 Mikrometer.
  • Das Verfahren ist schmerzfrei und völlig ungefährlich.

Das OCT ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse enthalten. Diese Untersuchung muss deshalb privatärztlich abgerechnet werden.