Google+

Makulachirurgie

Neben der medikamentösen Behandlung spielt die chirurgische Therapie von Makulaerkrankungen eine große Rolle.

Welche Makulaerkrankungen können durch eine Operation behandelt werden?

Zu diesen Erkrankungen gehören vor allem folgende Veränderungen:

-Macular pucker

-Makulaforamen = Makulaloch

-Vitreomakuläres Traktionssyndrom.

Was ist ein macular pucker?

Das englische Wort „pucker“ heißt im Deutschen „Fältelung“. Bei der mikroskopischen Untersuchung des Auges z.B. mit der optischen Kohärenztomografie (OCT) läßt sich eine Oberflächenfältelung der Makula darstellen. Ursache dieser Fältelung ist eine dünne cellophanartige Membran, die die Innenseite der Makula überwächst und aufgrund seiner kontraktilen Eigenschaften zu einer Fältelung der sonst glatten Netzhautinnenseite an der Stelle des schärfsten Sehens, nämlich an der Makula führt. Andere Bezeichnungen für das selbe Krankheitsbild sind u.a. epimakuläre Gliose oder Makulamembran.

Diese Membranen können chirurgisch von der Netzhautoberfläche entfernt werden. Dabei wird unter Mikroskopsicht und mit sehr feinen Instrumenten diese Schicht von der Netzhaut abgezogen. Die darunter liegende Netzhaut kann sich dann, oftmals über einen längeren Zeitraum, wieder regenerieren. Die Verbesserung kann eine Zeit von über einem Jahr, manchmal sogar länger, beanspruchen.

Was ist ein Makulaforamen?

Foramen ist der medizinische Ausdruck für ein Loch. Tritt ein Loch an der Stelle des schärfsten Sehens auf, bedeutet dies eine starke Einschränkung der zentralen Sehschärfe. Mit dem OCT kann diese Öffnung der Sehgrube exakt dargestellt und in ihrer Ausdehnung genau vermessen werden. Diese genaue Darstellung stellt die Grundlage zur Entscheidung dar, ob eine chirurgische Therapie infrage kommt. Bei chirurgischem Vorgehen wird eine Anheftung des Glaskörpers entfernt und in den meisten Fällen auch eine auf der Makula liegende Membran abgezogen. Die Füllung des Glaskörperraums durch Gas und eine Lagerung für einige Tage nach der Operation sind notwendig, um die Voraussetzung für einen Verschluss des Makulaloches zu schaffen.

Was ist ein vitreomakuläres Traktionssyndrom (VMT)

Bei diesem Krankheitsbild zieht (=Traktion) der Glaskörper (=corpus vitreum) an der Makula. Die Folge ist die Wahrnehmung von Verzerrungen und eine Herabsetzung der Sehschärfe.  Auch hier ist eine Darstellung mit deM OCT die Voraussetzung, um die Entscheidung für das weitere Vorgehen zu treffen. Manchmal lösen sich die Anheftungen des Glaskörpers von selbst. Ist dies nicht der Fall, kann die Eingabe von Jetrea® (=Ocriplasmin) in den Glaskörperraum oder ein chirurgisches Vorgehen notwendig werden.

Alle chirurgischen Eingriffe tragen auch ein spezifisches Risikoprofil in sich. Bei den oben dargestellten Krankheitsbildern ist dies vor allem eine Netzhautablösung, die nach einem Eingriff sehr selten aber nie auszuschließen ist.  Meist kann eine Folgeoperation das Problem beheben. Trotzdem kann eine Netzhautablösung immer noch eine Reihe von Eingriffen nach sich ziehen und letztlich auch die Sehschärfe bedrohen.

Kontakt Eignungscheck Infoabend
Back to Top