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Linsenmodelle

Linsenmodell

Bild: Zeiss

Durch eine gründliche Voruntersuchung wollen wir mit Ihnen eine Kunstlinse auswählen, die das beste optische Ergebnis liefern kann.

Bei den meisten Menschen kann mit einer sog. Monofokallinse bereits die bestmögliche optische Korrektur erreicht werden.

Bei besonderen Sehfehlern, z.B. bei höherem Astigmatismus oder bei speziellen Wünschen können jedoch nur Linsen mit optischem Zusatznutzen, sog. Premiumlinsen zum gewünschten Ziel führen.

Premiumlinsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht immer übernommen. Sollte für Sie eine Premiumlinse die geeignetste sein, werden wir Sie natürlich über die zu erwartenden Kosten informieren. Auch privatversicherten Patienten empfehlen wir die vorherige Abstimmung mit ihrer Krankenversicherung.

Diese Linsentypen stehen uns aktuell zur Verfügung:

I. Standardlinse

1. Sphärische Monofokallinsen (=Einstärkenlinsen)

Monofokallinsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Mit Einstärkenlinsen kann Ihre Sicht auf eine bestimmte Entfernung eingestellt werden.
  • Wird die Linse so eingestellt, dass Sie möglichst keine oder nur eine schwache Brille für ein gutes Sehen in der Ferne benötigen, werden Sie trotzdem für die Nähe eine Lese- oder Gleitsichtbrille brauchen. Umgekehrt können Patienten, die lieber ohne Brille lesen wollen und auf diese Entfernung eingestellt werden,  dann  nur mit einer Fernbrille wieder eine gute Fernsicht erreichen. Im Gespräch vor der Operation werden wir gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für Ihre speziellen Befürfnisse finden.
  • Bei sphärischen Monofokallinsen kann es in der Dämmerung vereinzelt zu Unschärfen beim Sehen kommen.
  • Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) können mit dieser Linse nicht kompensiert werden.

II. Premiumlinsen

 1. Torische Linsen zum Ausgleich eines Hornhautastigmatismus (sphärisch und aspärisch)

Bei Unregelmäßigkeit der Hornhautstruktur spricht man von einer Hornhautverkrümmung mit der Folge einer Stabsichtigkeit = Astigmatismus. Verkippte Bilder und eine unscharfe Sicht werden dadurch hervorgerufen.

Mit Hilfe von torischen Linsen kann bei der Katarakt-Operation die Stabsichtigkeit behoben werden. Die andere Möglichkeit, einen Hornhautastigmatismus zu beeinflussen, besteht darin, an bestimmten Stellen in der Hornhaut außerhalb der zentralen Sehzone  Entlastungsschnitte zu setzen und dadurch die Architektur der Hornhaut zu verändern. Das optische Ergebnis ist jedoch nicht so gut wie der Ausgleich mit torischen Linsen.

Auch bei torischen Linsen wird vor der Operation die gewünschte Entfernungseinstellung festgeleg. Durch genaue Berechnung der Linse und entsprechende Positionierung der Linse innerhalb des Auges soll dieser Zielwert so genau wie nur möglich erreicht werden.

  • Nur mit dieser Linse kann eine Hornhautverkrümmung ausgeglichen werden.
  • Bei größeren Hornhautastigmatismen kann nur mit dieser Linse ein gutes Sehen ohne Brille in der gewünschten Entfernung erreicht werden.

Torische Linsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Der höhere Preis dieser Linse und ein erhöhter ärztlicher Aufwand müssen deshalb dem Patienten als private Zusatzleistung in Rechnung gestellt werden.

2. Blaufilter Linsen

Durch diese gelb gefärbte Intraokularlinse wird die Netzhaut vor den kurzwelligen Strahlen des blauen Lichtspektrums geschützt. Das kurzwellige blaue Licht ist nämlich energiestärker als langwelligeres Licht und wird als schädigender Faktor bei der Entstehung einer Makuladegeneration angesehen.

  • Blaufilterlinsen bieten einen erhöhten Schutz für Ihre Netzhaut, da kurzwellige Anteile des Lichts herausgefiltert werden.
  • Das Sehen wirkt natürlicher.
  • Die Farbwahrnehmung wird harmonischer. Farben werden als „wärmer“ empfunden, da der „kalte“ Blauanteil herausgefiltert wird.

3. Multifokallinsen (sphärisch oder asphärisch)

Die Multifokallinse erlaubt ein Sehen in der Ferne und kann die Fähigkeit des Auges in der Nähe zu fokussieren zum Teil oder vollständig ersetzen, sodass nach erfolgter Operation größtenteils auf die Brille verzichtet werden kann.

  • Multifokallinsen kompensieren die Kurz- und Weitsichtigkeit sowie die Alterssichtigkeit.
  • Die Linse funktioniert mit zwei Brennpunkten, dadurch werden zwei Fokuspunkte auf die Netzhaut projiziert. Das Gehirn kann sich innerhalb einer gewissen Zeit, manchmal erst nach mehreren Monaten, anpassen und kann dann zwischen den zwei Fokuspunkten unterscheiden.
  • Je nach Zusammenspiel zwischen Ihrem Auge und der Multifokallinse kann es zwischen den beiden Fokuspunkten (in 60-80 cm Entfernung, dem sogenannten PC-Bereich) zu Unschärfen kommen.
  • Sie benötigen nach der Operation in vielen Situationen des täglichen Lebens keine Brille mehr.
  • Aufgrund der notwendigen Eingewöhnung sind Multifokallinsen nicht für jeden geeignet. „Leseratten“ benötigen oftmals noch eine zusätzliche Lesebrille.
  • Nachts können beim Autofahren störende Streu- und Blendeffekte auftreten. Jeder, der Autofahren muß, sollte sich dessen bewußt sein.

 4. Torische Multifokallinsen

Bei Astigmatismus können die Vorzüge einer Multifokallinse stark gemindert werden. Um dem entgegen zu wirken, werden bei Hornhautverkrümmungen ab 0,75 Dioptrien torische Multifokallinsen, die auch den Astigmatismus ausgleichen, eingesetzt.

90-95 % der Patienten können dank der  multifokalen oder torisch multifokalen Linsen auf eine Brille verzichten. 5-10 % der Operierten benötigen auch künftig eine Sehhilfe für Autofahrten bei Nacht sowie beim Lesen langer oder sehr kleiner Texte.

5. Asphärische Linsen

Aspärische Linsen haben optische Vorteile, wenn die Pupille unter bestimmten Lichtbedingungen größer wird, z.B. beim Autofahren in der Nacht.

  • Die besondere Beschaffenheit ihrer Oberfläche mit flacherer Krümmung am Rand verschafft der asphärischen Linse  Vorteile gegenüber der sphärischen Linse.
  • Nur asphärische Linsen können nämlich die sog. sphärische Aberration ausgleichen, die bei weiter Pupille zum Tragen kommt.
  • Sie sollten jedoch nicht eingesetzt werden nach vorausgegangener hyperoper LASIK.

 6. Huckepack-Linse

Wenn bei Ihnen bereits eine Kunstlinse eingesetzt wurde und Ihre Brille Sie nun stört, kann eine sphärische, torische oder multifokale Huckepack-Linse Abhilfe schaffen. Dazu wird eine weitere, sehr dünne Linse vor die vorhandene Kunstlinse gesetzt, um noch bestehende Unschärfen in der Nah- oder Fernsicht auszugleichen.

  • Unschärfen in der Kurz- und Weitsicht, die auch nach einem bereits erfolgten Eingriff bestehen, können korrigiert werden.
  • Bei Bedarf kann man die Linse minimalinvasiv wieder entfernen.

Feinabstimmung mit dem Laser

Wurde durch die Linsenimplantation das erwünschte Ergebnis noch nicht erzielt, können wir mit einem speziellen Laserverfahren (Excimer Laser) feinjustieren. Durch das sogenannte „Bioptics-Verfahren“ kann eine optische Nachkorrektur erfolgen.

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