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Grüner Star > Diagnostik

Mit modernen Diagnosegeräten können wir Veränderungen am Sehnerv und an der Nervenfaserschicht der Netzhaut genau dokumentieren und Veränderungen erkennen. Neben der Messung und richtigen Beurteilung des Augendruckes sind diese Verfahren geeignet, Glaukomschäden an Sehnerv und Netzhaut und damit auch die Wirksamkeit der Behandlungsmaßnahmen zu beurteilen.

Folgende Verfahren kommen zur Anwendung:

  • Gesichtsfeld (Goldmann und 30 Grad statische Perimetrie)
  • HRT (Heidelberg Retinatomograf)
  • OCT (optisches Cohärenztomogramm)
  • Pachymetrie: Die heutzutage zur Verfügung stehenden Methoden der direkten Augendruckmessung müssen zur genauen Beurteilung des gemessenen Augendruckes auch die Hornhautdicke miteinbeziehen. Die Bestimmung der Hornhautdicke ist die sog. Pachymetrie.

OPTISCHE KOHÄRENZTOMOGRAFIE (OCT)

Das OCT ist weltweiter Standard bei der  Diagnostik von Erkrankungen der Netzhaut, insbesondere der Makula und von Erkrankungen des Sehnerven, z.B. bei grünem Star.

Es ist zum  weltweit wichtigsten Instrument in der Diagnostik von Makulaerkrankungen  geworden und stellt deshalb das wesentliche Untersuchungsverfahren für die Beurteilung einer AMD,  eines Makulaödems, eines Makulaloches oder eines sog. macular puckers dar.

  • Das Prinzip beruht darauf, den Reflex eines in das Auge gesendeten Lichtstrahls zu messen und durch digitale Technik zu einem für uns sichtbaren Bild umzurechnen. Die Auflösung beträgt 10 Mikrometer.
  • Das Verfahren ist schmerzfrei und völlig ungefährlich.

Das OCT ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse enthalten. Diese Untersuchung muss deshalb privatärztlich abgerechnet werden.

Heidelberg-Retina-Tomograph (HRT)

Der Heidelberg-Retina-Tomograph ist ein konfokales Punkt-Scanning-Laser-Ophthalmoskop, der die Hornhaut und bestimmte Bereiche der Netzhaut ausmisst. Er spielt eine wichtige Rolle in der Glaukomdiagnostik. Während der Untersuchung tritt ein Laserstrahl durch die Pupillenöffnung auf den Augenhintergrund und tastet den Sehnervenkopf (Papille) und die Netzhaut ab. Aus mehreren zehntausend Messpunkten wird ein dreidimensionales Höhenrelief erzeugt, welches eine quantitative Beurteilung aller maßgeblichen anatomischen Strukturen erlaubt: Papillenexkavation, neuroretinaler Randsaum und die peripapilläre retinale Nervenfaserschicht. Mit Hilfe dieser Parameter und weiterführender Glaukomdiagnostik kann der Augenarzt das individuelle Glaukomrisiko für den Patienten abschätzen und ggf. weitere Diagnostik oder eine Therapie einleiten.

Perimetrie

Unter Perimetrie werden verschiedene Methoden zusammengefasst, die dazu geeignet sind die Größe des Gesichtsfeldes eines Patienten zu bestimmen. Die häufigste Methode ist die statische Perimetrie. Hierbei sitzt der Patient vor einem halbrunden Testbildschirm und fixiert mit einem Auge ein Licht in der Mitte dieses Testbildschirms während das andere Auge abgedeckt ist. Nun erscheinen spontan Lichtpunkte an verschiedenen Stellen des Bildschirms. Werden diese vom Patienten wahrgenommen, so muss er einen Knopf betätigen. Wird auf einen Lichtreiz nicht reagiert, wird dies vom Computer registriert und die Lichtstärke erhöht. Erfolgt dann immer noch keine Reaktion, so wird dies gespeichert und ein neuer Lichtreiz an anderer Stelle erfolgt. Nach 10-20 Minuten wird das andere Auge überprüft. Am Ende kann der Arzt das Ergebnis auswerten und es mit einem Normalbefund vergleichen.

Eine ältere Variante ist die kinetische Perimetrie, die nur noch selten angewendet wird. Sie ähnelt vom Prinzip her der statischen Perimetrie nur dass sich hier Lichtpunkte von der Peripherie des Bildschirms auf die Mitte zubewegen und gemessen wird, wann sie im Gesichtsfeld des Patienten erscheinen.

Die Perimetrie wird bei vielen Tauglichkeitsuntersuchungen angewendet, so zum Beispiel zur Prüfung der Flugtauglichkeit von Piloten. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Diagnose von Sehstörungen. Der Arzt versucht hierbei herauszufinden, ob die vorliegende Störung im Auge, im Sehnerv oder im Gehirn lokalisiert ist. Besonders im Vordergrund steht die Begleitung von Glaukompatienten, um beginnende Gesichtsfeldeinschränkungen möglich früh zu erfassen und die Therapie anzupassen.